Wissenschaftliche Studie: Meditation für Kinder

img_0050-1Dieser Eintrag liegt mir besonders am Herzen, daher verzeiht, meine sehr subjektive und ausführliche Meinung zu diesem Thema. Jedoch bin ich der Meinung, dass Viele mich verstehen werden und meine Meinung teilen.
Das mir das beiläufige Studium, nicht wirklich zusagt, weiß Jeder und es mir wirklich schwer fällt, die Sinnhaftigkeit des Systems zu finden, wie man heutzutage in Deutschland studiert. So vieles Unwichtiges wird einem gelehrt und ständig wiederholt und so viel Essentielles wird durchgehend ignoriert und nicht thematisiert, weil es keine Credits bringt.
Ich habe unter der Leitung eines vortrefflichen Dozenten zum ersten Mal nach 6 Semestern, das Gefühl gehabt, wirklich zu ’studieren‘. Das Thema, das mich interessiert, in der Tiefe zu ergründen und selbst die Antworten zu finden.
Heraus kam meine erste Studie, die hinterfragt, ob Kinder und Jugendliche durch Meditation eine positive Wirkung erzielen können, im Umgang mit Stress.
An dieser Stelle vielen dank an alle Beteiligten!

Es ist so einfach, ein System  umzustrukturieren ohne zu hinterfragen, was mit dem ‚Output‘ passiert. Es muss unheimlich leicht gewesen sein, den Schulunterricht bis auf 16:00 Uhr zu verlängern, das 13. Schuljahr zu nehmen und den Kindern und Jugendlichen einzutrichtern, dass Linkes und Follower wichtiger sind, als sich selbst so zu mögen, wie man ist, ohne das Jemand dafür in die Hände klatscht.

Es ist doch wundervoll, wie wir sie durch die Medien zu jungen Hardcore-Konsumenten erziehen, ohne ihnen zu sagen, wie wunderschön es ist, dass sie einfach nur da sind. Manche von den Kleinen werden auch zu young-Workaholics gemacht. Nach der Schule, zur Nachhilfe, zum Klavier, danach zum Sport und dann noch Hausaufgaben. Wenn der Tag  für ein Kind gegen 7:00 Uhr beginnt, ist das schon relativ spät und wenn ein 8 Jähriger um 19:00 Uhr mit allem durch ist, wird dann noch früh sein!
Da muss man kein Mathe-Genie sein, um festzustellen, dass das 12 Stunden sind. Zudem kommt der Rivalitätskampf mit Mama’s oder Papa’s Smartphone oder die eigene Sucht, nach Whatsapp oder sonstige Apps.
Jetzt zu meiner Frage: Haben Kinder Stress? Hat ihr Kind Stress?
Haben wir ( damit meine ich alle Ü25 Jahre) nicht eine stressfreie Kinderheit gehabt? Die Schule ging bis 13:25 Uhr, dann zum Sport 2 mal die Woche, so oft draußen gespielen bis um 19:00 Uhr, um dann Zuhause von dem erlebten auf dem Bolzplatz zu erzählen. Das unsere Kinderheit so lebendig war und einen Ausgleich zu dem Schultag hatte, ist uns bewusst. Aber das die heute Kinderheit eine Andere ist, ignorieren wir. Wir ziehen oft von uns auf die Kleinen und kommen mit Argumenten“ Ach…die sollen sich nicht so anstellen!“ Aber doch das dürfen sie. Zu Recht!
Wir pumpem unsere Kleinen mit Informationen voll. ohne zu hinterfragen, was in dem Alter wirkich gebraucht wird. „Er soll sich nicht so anstellen! Ich muss auch 8 Stunden in der Firma hocken!“ Den Spruch eines Vaters lasse ich mal unkommentiert, aber ist da irgendwo noch Platz für die kleine Seele, die dass alles auch Emotional  verarbeiten muss?
Das ist eher die Seltenheit.

Zurück zur Studie:
Ich habe meine kleinen Shaolin in die Kunst der Meditation eingewiesen und parallel meine Klassenjahrgang 4 aus Allermöhe als Kontrollgruppe genutzt, die nicht meditieren durfte. Es war ein Stressfragebogen aus dem Bereich der Sozialpädagogik, der jede Woche mit ca. 80 Fragen beantwortet werden musste.
Können Kinder schon meditieren? Also ich bin ehrlich, ich hätte es damals nicht gekonnt, da ich genügend Platz und Zeit im meinem Alltag hatte, die meditativ waren. Computerspielen oder Medien konsumieren lösen leider nicht solch eine Geisteszustand der Entspannung aus.

Was kam dabei heraus? Der höchste Stressfaktor hätte bei  max. 5.0 liegen können. Zu Beginn der Studie lag der Strssfaktoren in der Schule bei 3.8. Das ist kurz vorm Burnout! Die Kids wussten nicht, worum es in der Studie ging und sollten nur ehrlich sein. Erschreckend! Das Schlimmste ist: Das die kleinen Mäuse garnicht wissen, wie es Erstens: Ohne Stress wäre und Zweitens: Das sie so sehr darunter leiden.

Die Meditationsgruppe konnte innerhalb von 4 Wochen den Stress auf unter 1,5 bekommen.

Wunderbar ist die Bestätigung, das Meditation wirkt. Schlimm daran, dass es wohl aller höhste Eisenbahn ist, damit anzufangen, damit die Kleinen noch eine Chance haben, sich kognitiv gesund zu entwickeln. Denn Cortisol als Dauergast im Kopf, ist das Schlimmste, was man dem Geist antun kann und wenn der sich dabei noch entwickeln soll, muss man auch kein Genie sein, um zu verstehen, dass das nicht funktioniert.

Ich werde nun weiter an der Thematik arbeiten und ggf. kleine Schritte im Bereich Schulunterrichtsfach „Meditation“ machen. Vielleicht ist dies der Anfang!

Hier gehts zum Überblick der Studie.

*Die komplette Ausarbeit gibt es auf Anfrage: Yasmin@selfdefense-Hamburg.de